Hera Hussain – Gründerin von CHAYN

Unser nächstes p//h ausgewogenes Interview ist mit der beeindruckenden und inspirierenden Hera Hussain. Die Gründerin von CHAYN – einem globalen, von Freiwilligen geführten Sozialunternehmen, das sich mit geschlechtsspezifischer Gewalt befasst – Hera ist eine Vorkämpferin im Kampf für die Stärkung schutzbedürftiger Frauen weltweit. Geboren in Schottland, aufgewachsen in Pakistan und derzeit in Großbritannien lebend, wusste Hera schon früh, dass sie Frauen stärken wollte. Als sie für die Universität nach Großbritannien zog, wollte sie zunächst die Idee ethischer Mode erforschen, um Frauen, die Missbrauch ausgesetzt sind, bei Beschäftigung und Ausbildung zu unterstützen, aber im Laufe der Zeit begann sie, mehr in Tech-Start-ups zu arbeiten.

Zufällig wurde Hera damit beauftragt, zwei Freundinnen dabei zu helfen, missbräuchlichen Beziehungen zu entkommen. Während dieser Zeit erlebte sie die herausfordernden Hürden, grundlegende Informationen über die Rechte der Opfer zu finden, ohne in ein „Kaninchenloch“ des Fachjargons zu geraten. Dieser Wunsch nach wichtigen Informationen in leicht zugänglichen Formaten ist das, was Hera fehlte, um Leben zu verändern und Frauen weltweit zu unterstützen. So fing CHAYN an. Hera glaubt fest daran, die Kraft von Open-Source-Technologie und offenen Daten zu nutzen, um die drängenden Probleme der Welt zu lösen.

Bis heute hat CHAYN mehr als 200.000 Menschen durch seine Ressourcen erreicht, die mit Überlebenden von Missbrauch entwickelt wurden, um sicherzustellen, dass die Informationen durch leicht zugängliche, klare und ermächtigende Kommunikationsmittel bereitgestellt werden. Durch ihre Erfahrungen bei CHAYN hat Hera verstanden, dass viele Überlebende von der Art und Weise, wie traditionelle Wohltätigkeitsorganisationen Unterstützung bieten, entrechtet sind und dass sich Frauen stattdessen an das Internet wenden, um Hilfe zu erhalten.

Indem er Überlebenden die Möglichkeit gibt, Lösungen für andere wie sie zu entwickeln, schafft CHAYN nicht nur bessere Ressourcen, sondern gibt vielen Überlebenden auch den Respekt und das Selbstvertrauen, die sie verdienen. Wenn Hera Chayn nicht in ihrer Freizeit leitet, arbeitet sie mit Regierungen zusammen, um Datensätze zur Korruptionsbekämpfung zu öffnen. Hera war auf der Forbes 30 Under 30- und MIT Technology Review’s Innovators Under 35-Liste. Wohlverdiente Auszeichnungen für eine so leidenschaftliche Verfechterin der Frauenrechte.